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Behandlungen

Herausnehmbare Spangen

Herausnehmbare Zahnspangen können unter anderem dazu eingesetzt werden, um den Kiefer zu dehnen und den Zahnbogen zu verbreitern (Aktive Platten) oder eine Rücklage des Unterkiefers im Verhältnis zum Oberkiefer zu beheben (Vorschubdoppelplatte).

Herausnehmbare Zahnspangen sind auch dazu geeignet, gekippte ("schiefe") Zähne aufzurichten und in die korrekte Ausrichtung zu bringen.

Allerdings wirken sie nur auf die Zahnkronen ein und nicht auf die Zahnwurzeln. Daher wird oft nach der Behandlung mit einer herausnehmbaren Zahnspange eine feste Zahnspange notwendig.

Die losen Zahnspangen werden individuell auf Wunsch in verschiedenen Farben und mit Motiven hergestellt. Für die Herstellung werden hochwertigste und allergiearme Materialien verwendet.


Bionator

Der Bionator selbst wirkt passiv, er besitzt keine aktiven Elemente wie Schrauben oder Klammern. Durch die Kraft der orofazialen Muskulatur kommt es zu Druckelimination und Druckapplikation auf die umliegenden Strukturen (Kiefer, Kiefergelenke, Weichwegebe) und es kommt zur Adpation des Gewebes. Dadurch verändert der Patient die Bewegung und die Haltung seines Mundes.

Während des Tragens des Bionators wird die Nasenatmung gefördert. Er kann maßgeblich zu einer Umstellung von der Mund- zur Nasenatmung beitragen.

Durch eine Veränderung der Unterkieferstellung können die Lage der Kiefergelenke und die Kopfhaltung sowie die Aufrichtung der Wirbelsäule positiv beeinflusst werden. Zudem kann der Bionator zu einer Lockerung der Gewebe und der Muskulatur beitragen. Dies kann zur Besserung von Problemen in diesen Bereichen führen.

Im Mund werden sowohl die Druck- und Temperaturverhältnisse als auch die Strömungsverhältnisse des Speichels verändert. Hieraus resultiert eine Aktivierung des Stoffwechsels mit besserer Durchblutung und Durchlymphung, wodurch Lymphstaue aufgelöst und Umbauvorgänge besser stattfinden können.

Fränkel III

Der Funktionsregler (ganz gleich ob FR-1, FR-2 oder FR-3) ist ein kieferorthopädisches Behandlungsgerät, bei dem es sich um ein überwiegend schleimhautgetragenes funktions­kieferorthopädisches Gerät handelt. Das heißt, der Funktionsregler nutzt im Gegensatz zu den überwiegend zahngetragenen Apparaturen das Vestibulum als apparative Basis.

Der Funktionsregler Typ III nach Fränkel zählt zu den funktionskieferorthopädischen Geräten. Hierbei wird vor allem das Knochenwachstum im Oberkiefer und im Mittelgesicht angeregt. Durch ausgeprägte Kunststoffpelotten im Wangen- und Lippenbereich geraten die Muskeln gezielt unter Zugspannung und regen so die am Ansatz liegenden Knochenbereiche zum Wachstum an. Der Funktionsregler folgt dabei dem Prinzip einer „erzwungenen Gymnastik“, das heißt, es handelt sich um ein Übungsgerät, welches nach dem Einsetzen das Erlernen neuer Funktionsmuster erzwingen soll.

U-Bügel-Aktivator

Der U-Bügel-Aktivator nach Karwetzky besteht aus je einem Oberkiefer- und Unterkiefer-Teil, die hinten von zwei U-förmigen Elementen aus dickem Draht zusammengehalten werden. Diese U-Bügel lassen sich nachbiegen, um das Unterteil gegen das Oberteil zu verschieben. So lassen sich auch starke Rücklagen, ein Rückschub oder eine Schwenkung des Unterkiefers mit nur einem Gerät behandeln.

Aktive Platten

Eingebaute Drahtelemente oder Schrauben bewegen durch anhaltenden Druck die Zähne in die vorbestimmte Richtung, dehnen den Kiefer und erweitern den Zahnbogen. So kann Platz für engstehende Zähne geschaffen und schief stehende Zähne gerichtet werden. Da sie sehr gezielt und aktiv wirken, werden sie als "Aktive-Platten" bezeichnet.

Vorschubdoppelplatte

Die Vorschubdoppelplatte erlaubt bei geringster Belastung des Patienten gleichzeitig die Korrektur der Bisslage und die aktive Beeinflussung einzelner Zähne sowie der beiden Zahnbögen.

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